Lifestyle

POTS ist zur Zeit noch nicht heilbar. Das Ziel der Behandlung ist gleichzeitig zur Ursachenfindung und der Therapie der Ko-Erkrankungen, die Minimierung aller auftretenden Symptome, um ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen. Dazu ist üblicherweise eine Kombination verschiedener Maßnahmen nötig. Da die meisten Patienten eine Mischung der Merkmale unterschiedlicher Untertypen aufweisen, muss die Therapie individuell angepasst werden.

 

Dabei kann nicht allein auf Medikamente gesetzt werden, sondern die Patienten müssen möglicherweise ihre bisherige Lebensweise ändern. Es braucht tatsächlich beides. Ohne Hydratation mit ausreichendem Trinken, können die Medikamente ihre Wirkung nicht richtig entfalten.

 

Blutvolumen erhöhen

Ausreichend trinken

Das Ziel ist 2,5 bis 3 Liter pro Tag. Am besten schon vor dem Aufstehen ein großes Glas Wasser/Elektrolytlösung trinken. Das Trinken eines großen Glases kaltes Wasser kann bei manchem für
 bis 3 Stunden die orthostatischen Symptome vermindern.

Die Muskelpumpe aktivieren

Stehen mit gekreuzten Beinen, Fäuste ballen, Füße beim Sitzen höher stellen.

Die Salzaufnahme erhöhen

Das Ziel ist 8-10 gr Salz pro Tag zu sich zu nehmen; z.B. salziges Essen und Trinken bevorzugen, zusätzlich Salzen, Salztabletten einnehmen.

Kompression nutzen

Kompressionsstrumpfhose (Klasse II, auf Rezept)

oder Kompressions-Sportbekleidung tragen, evtl. auch für den Bauch und die Arme.

Mit erhöhtem Oberkörper schlafen

Das Kopfende des Bettes erhöhen,

indem man das Bett schräg stellt.

Schlaf

Trainingsprogramm

Auftretende Schlafproblemei im Schlaflabor abklären lassen und Maßnahmen zur Schlafverbesserung umsetzen

Ein angepasstestes Trainingsprogramm beginnen: Vor allem aerobes Training, dabei unbedingt darauf

achten, sich nicht zu überanstrengen.

 

Meist wird zu Beginn ein aufrechtes Training nicht vertragen, deshalb dann im Sitzen oder sogar Liegen trainieren.

 

Besonders Oberschenkel- und Wadenmuskulatur trainieren. Sich vom Physiotherapeuten gute Übungen zeigen lassen, evtl. kardiologische Reha, super ist Wasserjogging, Schwimmen, wenn möglich Krafttraining dazu nehmen.

Kann man nicht lange Stehen ohne zu Synkopieren, ein Stehtraining beginnen.

Tägliche Entspannung, am bersten mehrmals, ist sehr wichtig bei POTS, denn zu POTS als Dysautonomie gehört in der Regel ein Ungleichgewicht zwischen Sympathikus und Parasympathikus.

 

Der Sympathikus ist dabei überaktiv. Um ihn zu dämpfen am besten Entspannungsübungen regelmäßig über den Tag verteilen. 

Vorschläge:

Atemübungen, ruhiges Stretching im Liegen, Muskelentspannung nach Jacobsen, Malen, Handarbeiten ... 

Entspannung

Dehydrierung, Hitze, große Mahlzeiten, Alkohol,

großer Lärm, Stress, verschlimmern i.d.R. die Symptome

Trigger vermeiden